Pädagogisches Konzept

Leitbild und Rolle der Erzieher


Im Zentrum unserer Bemühungen stehen der Respekt vor dem Kind als Persönlichkeit und die Achtung seiner Freiheit, sowie die Liebe zur Natur und das Bemühen um ihre Erhaltung. Wir sehen das Kind als eine Persönlichkeit, die sich aus eigenem Antrieb weiterentwickeln will. Die Rolle der Erzieher sehen wir in der Begleitung des Kindes und im Dialog mit dem Kind. Den Kindern sollen nicht alle Steine aus dem Weg geräumt werden, Hindernisse und Rückschläge sollen sie möglichst selbständig bewältigen lernen und kreative Lösungen entwickeln. Wir verfolgen einen demokratischen Ansatz und praktizieren einen partnerschaftlichen Erziehungsstil auf der Grundlage von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung. Die Kinder werden zu einem Großteil in Entscheidungen und Prozesse eingebunden.

 

 

Bildungs- und Erlebnisraum Wald:


Der Wald bietet einen – wenn nicht sogar den idealen – Ort für die Entwicklung unserer Kinder. Alle Sinne des Kindes, d. h. Tasten, Gleichgewicht, Temperaturempfinden, Riechen, Hören und Sehen werden in gleicher Weise beim Kind angesprochen.


Jedes Kind sucht sich aus eigenem Antrieb seinen Bedürfnissen entsprechend die Erfahrungen, die es zu seiner Entwicklung braucht. Der Wald ist keine Umgebung, die für ein Kind extra zubereitet ist, sondern das Kind findet ihn vor. Die Kinder erleben täglich die Begegnung mit Tieren und Pflanzen. Sie machen physikalische Entdeckungen, sie entwickeln ein Grundverständnis von Ökologie, indem sie lernen alles Lebendige zu respektieren. Der Waldkindergarten ist nicht nur Waldpädagogik, sondern auch ein Ort, an dem die Kinder Erfahrungen machen, lernen sollen und sich auf die Schulreife vorbereiten sollen, wie in anderen Kindergärten auch. Der Bildungsplan des Landes Hessen ist im pädagogischen Konzept berücksichtigt. Im freien Spiel findet eine individuelle, auf das Kind bezogene Aneignung der Welt statt.  Wir geben den Kindern Möglichkeiten zum Erforschen und zum Experimentieren, damit sie ihrer natürlichen Neugier und ihrem Tätigkeitsdrang nachgehen können. Dabei ist der Prozess wichtiger als das Ergebnis. Wir wollen das Staunen bewahren und die Neugierde wach halten, damit die Kinder auch später noch Freude am Lernen haben.


Es geht uns um Selbstwirksamkeit, Selbstwahrnehmung und Identitätsfindung. Wir halten es für wichtig, die älteren Kinder (ca. ein Jahr vor der Schulreife) in speziellen Vorschulangeboten anzusprechen und auch zu fordern. Es besteht ein innerer Zusammenhang zwischen einer reichhaltigen Erfahrung im Bereich der Basissinne (Tasten, Wärme, Gleichgewicht, auch Wohlbefinden) mit der Entwicklung des kindlichen Gehirns in den ersten Lebensjahren. Man kann diesen Prozess mit dem Wachstum eines Baumes vergleichen: je mehr er in die Tiefe wachsen kann, umso höher und schöner kann seine
Krone sich entfalten.

 

 

Übergänge:


Die Übergänge von Elternhaus zum Kindergarten und vom Kindergarten zur Schule gestalten wir in Zusammenarbeit mit den Eltern und Lehrern behutsam.

 

 

Soziokulturelle Vielfalt / Inklusion:


Inklusion ist sehr eng verbunden mit dem Anspruch des sozialen Lernens, sich gegenseitig zu helfen, Solidarität zu zeigen und voneinander zu lernen, so dass alle voneinander profitieren. Der Jahreslauf – wie ihn die Kinder erfahren – ist eine Begegnung mit weitgehend christlichen Motiven: Ostern, Weihnachten, Erntedank, St. Martin, Nikolaus.

Wir haben uns dazu entschlossen, die traditionell christlichen Feste auch in unserem Kindergarten zu begehen. Daneben ist uns der Respekt vor anderen Kulturen und Religionen wichtig.

 

Langfassung

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